Logo-Startseite-2016

Achtung!
Unser nächster Kaffee und Kuchennachmittag findet am Sonntag den
01.Oktober 2017
statt!!
Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher und viele leckere selbstgebackene Kuchen!!

Herzlich Willkommen beim
Hedwig Trampert Tierheim
in Dillingen/Saar

Überschrift Sorgenkinder Hunde

Liebe Tierfreunde,
auf dieser Seite möchten wir im monatlichen Wechsel eines unserer “Sorgenkinder”, Langzeitinsassen, oder einen besonders dringenden Fall vorstellen.
Der Tierschutzverein Untere Saar e. V. möchte darauf aufmerksam machen, dass alle Rechte an den auf diesen Seiten veröffentlichten Bildern und Texten, entweder bei uns liegen, oder vom Rechteinhaber eingeholt wurden! Eine Vervielfältigung oder Verwendung der Bilder und/oder Texte in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne ausdrückliche Zustimmung des TSV Untere Saar e. V. nicht gestattet!

Rashid

Hallo Liebe Tierheimbesucher,
mein Name ist Rashid.
Ich bin schon mindestens
14 Jahre alt und ich will euch meine Geschichte erzählen, damit ihr vielleicht verstehen könnt warum ich aussehe, wie ich nun mal aussehe.
Geboren wurde ich ca. 2002 (geschätzt) in Rumänien auf der Straße wo ich auch die ersten Jahre als Streuner lebte.
Irgendwann beschlossen Menschen mich einzufangen und in ein örtliches Tierheim zu bringen.
Da waren dann unglaublich viele Hunde, was mir eigentlich gut gefallen hat, denn Hunde finde ich gut, aber alle hatten Angst und Hunger!
Dort im Tierheim ist es nicht wie hier in Deutschland, wo jeder Hund seine Schüssel mit seiner eigenen Portion bekommt. Auch laufen da einfach alle Hunde miteinander herum, egal ob sie sich mögen oder nicht. Das soll heißen, es gilt das Gesetz des Stärkeren und die Schwachen werden von den Stärkeren Mitinsassen gemobbt und gebissen.
Auch kommt da niemand vorbei um einen Hund zu adoptieren!
Deshalb ist dort für die meisten Hunde die Endstation.
Nach einiger Zeit beschlossen die Behörden, dass unser Tierheim geschlossen werden sollte. Die Hunde sollten getötet werden.
Auch die Tötung von Hunden läuft dort nicht so ab wie in Deutschland.
Einige Hunde in diesem Tierheim wurden angezündet und lebendig verbrannt, andere hat man versucht lebendig zu begraben. Menschen könne sehr grausam sein!
Was genau mir damals zugestoßen ist habe ich niemandem verraten, aber es war so schlimm, dass ich beschlossen habe: „Nie wieder will ich von Menschen angefasst werden!“
Von dem grausamen Treiben dort bekam eine deutsche Tierschutzorganisation Wind und beschloss einige Hunde mit nach Deutschland zu bringen und ihnen dadurch ihr Leben zu retten. Ich war einer dieser Glückspilze, auch wenn ich das damals nicht so empfand.
Und bevor ich nach Deutschland kommen sollte lag noch eine sehr lange und beschwerliche Reise vor mir.
Da die Räumungsaktion des Tierheims sehr schnell gehen musste, blieb den Tierschützern nicht sehr viel Zeit um sich nach einer geeigneten Transportmöglichkeit für uns umzuschauen. Sie engagierten ortsansässige Leute, die uns nach Deutschland transportieren sollten. Was die Tierschützer nicht wussten war, dass wir den Transport nicht durchgängig in unseren Boxen auf einem LKW bleiben konnten, sondern einige Male ziemlich grob umgeladen wurden. Unsere Transportkisten wurden durch die Gegend geworfen, was mich und meine Kumpels noch mehr traumatisiert hat.
In Deutschland angekommen wurden wir auf Endstellen und Pflegestellen verteilt. Da auf dem Hof, auf dem ich untergebracht werden sollte, noch 5 weitere meiner Kumpels leben sollten, waren das zu viele und so wurde ich ins Dillinger Tierheim gebracht.
Ich war sehr verängstigt und wollte mich Anfangs nur zurück ziehen, aber schnell lernte ich, dass ich dort in Sicherheit war. Ich bekam regelmäßig was zu fressen und fing sogar irgendwann an die Gesellschaft der Menschen zu genießen!
Ich durfte im Hof mit anderen Hunden spielen und dachte ich hätte es gut getroffen, aber es sollte noch besser kommen.
Eines Tage kam mein Engel ins Tierheim. Es war eine Frau die sagte: „Ich mag Hyänen, und genauso sieht dieser Hund aus! Mir macht es nichts aus, dass ich ihn nicht streicheln kann. Ich hab eine alte Mühle und betreibe dort eine Hundepension, dort kann Rashid mit meinen Hunden und mir leben!“ So zog ich ins Nordsaarland und hatte dort die Zeit meines Lebens. Ich konnte auf dem großen Grundstück laufen wohin und wie ich wollte. Ich hatte Hundefreunde mit denen ich spielte und kuschelte. Durch die Hundepension wurde es dort auch nie langweilig und so genoss ich 5 Jahre das süße Leben in meinem Paradies. 
Doch leider war mein Glück nicht von Dauer.
Meine Retterin konnte sich ihr riesiges altes Haus, welches enorme Renovierungskosten verursachte, nicht mehr leisten. Und so kam es dass sie das Haus verkaufen musste. Es fand sich ein Käufer der ihr Projekt mit der Hundepension fortführen wollte und versprach, dass ich bis zu meinem Ende auf dem Hof bleiben könnte!
Alle dachten: „Jackpot! Ein tierlieber Mensch! Rashid verliert nicht sein Zuhause!
Anfangs war es auch so. Aber man täuscht sich in nichts mehr als in Menschen und so kam es dass die ursprünglich geplante Hundepension nach nur einem Jahr durch eine lukrativere Bully-Zucht ersetzt wurde.
In das Bild das man dem netten Welpenkäufer vermitteln wollte passte ich nun mal zerzauselt wie ich aussah nicht rein. Der Mann rief im Tierheim an und erzählte ich würde vor Schmerzen schreien und die Nachbarn würden sich beschweren und ein Kind hätte ich auch geschnappt. Als nicht schnell genug (binnen 14Tagen) ein neuer Platz für mich gefunden war, zog er mir eine Fangschlinge über, steckte mich in eine Transportbox und fuhr mich zurück ins Tierheim nach Dillingen. Was für ein Trauma das für mich war könnt ihr euch bestimmt vorstellen.
Und nun sitze ich hier und bin alles, außer kränklich aggressiv oder sonst was  von dem was behauptet wurde um mich loszuwerden. Ein Glück dass ich so anpassungsfähig bin und mich immer wieder mit jeder Situation zurecht finden kann.
So habe ich zu den Pflegern und auch zu einigen ehrenamtlichen Mitarbeitern wieder etwas Vertrauen gefasst und Suche die Gesellschaft während diese ihre Arbeit in den Außengehegen oder der „Küche“ verrichten. Ich bleibe dann einfach in ihrer Nähe und solange ich den Abstand selber bestimmen kann und mich keiner anfassen will, ist das eine schöne Abwechslung für mich.
Natürlich ist das Tierheim nicht die Ideale Lösung und so hoffe ich doch noch auf meine Alten Tage einen schönen Platz bei netten Menschen, die gerne etwas Gesellschaft haben, ohne darauf zu bestehen, dass ich mich anfassen lasse, oder auf einem Gnadenhof zu finden, wo ich in Ruhe mit anderen Hunden meine Rente genießen kann.

Logo-Startseite-2016

Hedwig Trampert Tierheim
Bruchweg 60
D-66763 Dillingen

Wegbeschreibung

Allgemeine Fragen und Hunde
0 68 31-7 15 52
mail(at)hedwig-trampert-tierheim.de
Fragen rund um Katzen:
0 68 31-70 16 71
katzen(at)hedwig-trampert-tierheim.de
Fragen rund um Kleintiere:
0 68 31-7 64 95 90
kleintiere(at)hedwig-trampert-tierheim.de
Fax:
0 68 31-70 16 72

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag,
und Freitag:
15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Mittwoch geschlossen
Samstag, Sonntag und
an Feiertagen:
15:00 Uhr bis 17:30 Uhr